Ein optimaler Start im Kreißsaal

Die DEUTSCHE STIFTUNG KRANKE NEUGEBORENE unterstützt Projekte, die auf die Verbesserung der Qualität der medizinischen Erstversorgung bei gleichzeitiger Sicherung des Eltern-Kind-Kontakts abzielen.

Für einen optimalen Start: 5 x 5.000 Euro für die "First Golden Hour"

Gemeinsame Ausschreibung der DSKN - DEUTSCHE STIFTUNG KRANKE NEUGEBORENE & AG „Erstversorgung und Reanimation“ der GNPI – Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin.

Die ersten 60 Minuten im Leben sehr unreif Geborener sind entscheidend für die langfristige Entwicklung dieser Kinder. Innerhalb dieser „FIRST GOLDEN HOUR“ braucht es erfahrene und gut koordinierte neonatologische Teams, um eine bestmögliche Betreuung zu gewährleisten. Es sind aber nicht nur Frühgeborene, die von einer optimalen Versorgung nach der Geburt profitieren; auch Reifgeborene benötigen in bis zu 10% der Fälle eine medizinische Versorgung nach der Geburt, in seltenen Fällen bis hin zur kardiopulmonalen Reanimation.

Verschiedene Maßnahmen können die postnatale Versorgung von Früh- und Reifgeborenen effektiv verbessern. Studien aus der Notfallmedizin, Traumatologie oder Pädiatrie zeigen, dass durch die Videoaufzeichnung von realen klinischen Situationen und deren nachfolgende Besprechung im Team („Debriefing“) Behandlungsfehler identifiziert, Behandlungsprozesse optimiert und langfristige negative Folgen vermieden werden können. Diese Videoaufzeichnungen werden auch für die postnatale Behandlung von Früh- und Reifgeborenen empfohlen und dienen der Qualitätssicherung der Behandlung sowie der Ausbildung und Forschung.
Um die Integration von Videoaufzeichnungen und Team-Debriefings zu unterstützen, stellt die DSKN – DEUTSCHE STIFTUNG KRANKE NEUGEBORENE 5 x 5.000 € zur Verfügung. In Kooperation mit der AG „Erstversorgung und Reanimation“ der GNPI sollen Projekte zur Implementierung und/oder Erforschung von Videoaufzeichnungen im Kreißsaal und videobasiertem Debriefing von postnatalen Erstversorgungen unterstützt werden.
Anträge auf Förderung können von ärztlich und/oder pflegerisch tätigen Mitarbeiter*innen geburtshilflich-neonatologischer Fachabteilungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingereicht werden. Die Einreichungen werden von 3 unabhängigen Expert*innen begutachtet und nachfolgenden Kriterien beurteilt:

- Relevanz des Projektes/der wissenschaftlichen Fragestellung
- Methodische Qualität des Projektes/der wissenschaftlichen Fragestellung
- Erfolgsaussichten für eine Implementierung in die klinische Praxis.

Für die Einreichung sind folgende Dokumente bis spätestens 30. September 2022 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu übermitteln:

- Projektantrag (Hintergrund inklusive relevanter Literatur, Fragestellung bzw. Ziele, Methodik, Zeitraum, eigene Ressourcen, Verwendungszweck der Geldmittel) in Deutsch oder Englisch im Umfang von maximal 1000 Wörtern (ohne Literatur)
- Kurzer akademischer Lebenslauf der Antragsteller inklusive Publikationsliste

 

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