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15/10/2025
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...  Surfactant-Therapie bei Frühgeborenen mit Prof. Dr. Mario Rüdiger!

Prof. Mario Rüdiger präsentierte einen detaillierten Überblick zur Surfactant-Therapie bei Frühgeborenen. Er erläuterte die historische Entwicklung seit den 1960er Jahren, die Physiologie des Surfactants und dessen lebenswichtige Funktion zur Senkung der Oberflächenspannung in der Lunge. 

Die fünf wichtigsten Informationen aus dem Vortrag von Mario Rüdiger:

  • Gestationsalter-abhängige Empfehlungen: Kinder <28 SSW sollten prophylaktisch Surfactant erhalten, bei 28-34 SSW empfiehlt sich eine frühe Rescue-Therapie bei >30-40% Sauerstoffbedarf, bei >34 SSW deutlich zurückhaltender.
  • Dosierung beachten: Verschiedene Surfactant-Präparate benötigen unterschiedliche Dosierungen (z.B. Alveofact 50 mg/kg, Curosurf 200 mg/kg), die korrekt eingehalten werden müssen.
  • Applikationsmethoden: Neben der klassischen Intubation mit Beatmung (INSURE) gibt es weniger invasive Methoden wie LISA/MIST, die die BPD-Häufigkeit und mechanische Beatmung um ca. 30% reduzieren können.
  • Dresdner Methode: Eine Alternative zu LISA, bei der durch kontinuierliche CPAP-Applikation während der Intubation ein Kollabieren der Lunge verhindert wird, mit spontaner Atmung über den Tubus und ohne mechanische Beatmung.
  • Frühe Gabe entscheidend: Je früher Surfactant gegeben wird, desto wirksamer ist es und desto geringer ist das Risiko für Lungenschäden durch Atelektotrauma und Inflammation.


    # Zusammenfassung der Diskussion nach Prof. Rüdigers Vortrag zur Surfactant-Therapie: Nach dem informativen Vortrag fand eine interessante Diskussion statt. Wichtige Punkte:
  • Die Surfactant-Applikation erfolgt langsam über etwa 1-2 Minuten, angepasst an den Atemrhythmus des Kindes
  • Bei Mekoniumaspiration wird eine Lavage mit anschließender höher dosierter Surfactant-Gabe empfohlen
  • Die endogene Surfactant-Produktion ist nach 24-48 Stunden ausreichend; späterer Bedarf deutet auf eine Inhibition des endogenen Surfactantpools hin, u.a. durch Infektionen, Lungenblutungen oder genetische Erkrankungen
  • Nur etwa 20% der Kinder benötigen eine zweite Surfactant-Gabe, meist innerhalb der ersten 12 Stunden.
#Neonatologie #Surfactant #FrühgeborenenMedizin #FetaleAkademie

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