Die Deutsche Stiftung Kranke Neugeborene

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Auch nach dem Krankenhaus gut versorgt

Jedes fünfte Neugeborene wird nach der Geburt stationär durch Kinderärzte behandelt, jedes zehnte Neugeborene kommt zu früh auf die Welt. Die medizinische Versorgung dieser Kinder ist hoch spezialisiert, viel Geld wird für ihre Behandlung ausgegeben. Wenngleich die Mehrzahl der Kinder das Krankenhaus geheilt verlässt, können langfristig Probleme auftreten, die bisher noch wenig bekannt sind.

Ein möglichst frühzeitiges Erkennen der gesundheitlichen Probleme dieser Kinder wäre für entsprechende Vorsorgemaßnahmen und eine rechtzeitige Behandlung sehr hilfreich.

Die DEUTSCHE STIFTUNG KRANKE NEUGEBORENE unterstützt Projekte, die eine strukturierte langfristige Betreuung kranker Neugeborener etablieren wollen. Es sollen Strukturen aufgebaut werden, die der Früherkennung von medizinischen, psychosozialen und entwicklungsneurologischen Spätfolgen nach einer zu frühen Geburt oder einer Erkrankung im Säuglingsalter dienen.

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Alles in einer Region

Eltern können heute im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen bereits in einem frühen Stadium der Schwangerschaft erfahren, welches Geschlecht ihr Kind hat, ob es wahrscheinlich gesund ist, gut heranwächst. Auch viele Erkrankungen des ungeborenen Kindes lassen sich frühzeitig erkennen und einige bereits im Mutterleib behandeln. Kinderärzte können sich gegebenenfalls auf die medizinische Versorgung des kranken Kindes nach der Geburt vorbereiten.

Damit Kind und Familie stets die beste medizinische Versorgung erhalten, müssen Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte, Hebammen, Therapeuten und alle weiteren Behandlungseinrichtungen in einer Region eng zusammenarbeiten. Wissen und Können von Experten sollen überall verfügbar und Wege zum Hausarzt kurz sein. Die medizinische Versorgung ist in der Region aufeinander abzustimmen.

Die DEUTSCHE STIFTUNG KRANKE NEUGEBORENE unterstützt Projekte, die auf die Optimierung der langfristigen Versorgung von Früh- und kranken Neugeborenen in einer Region abzielen, indem unter Einbezug aller Beteiligten innovative Versorgungskonzepte entwickelt, auf ihre Wirksamkeit hin überprüft und anschließend in die klinische Routine eingeführt werden.

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Ein optimaler Start im Kreißsaal

Mit der Geburt verlässt das Kind den schützenden Mutterleib und muss sich in vielerlei Hinsicht neuen Herausforderungen anpassen. Der unmittelbare Haut-zu-Haut-Kontakt mit seiner Mutter sofort nach der Geburt ist wesentlich für einen guten Start ins Leben. Vorgeburtliche Erkrankungen und Probleme unter der Geburt machen allerdings bei jedem zehnten Neugeborenen eine Behandlung im Kreißsaal unumgänglich, der mütterliche Schutz ist dann nur bedingt verfügbar.

Intensivmedizin im Kreißsaal und intime Eltern-Kind-Interaktion müssen sich jedoch nicht ausschließen, sondern sollten sich sogar ergänzen. Örtliche Bedingungen und die personelle Situation lassen sich gegebenenfalls so optimieren, dass eine Trennung von Mutter und Kind nicht mehr notwendig ist.

Die DEUTSCHE STIFTUNG KRANKE NEUGEBORENE unterstützt Projekte, die auf die Verbesserung der Qualität der medizinischen Erstversorgung bei gleichzeitiger Sicherung des Eltern-Kind-Kontakts abzielen.

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In die Zukunft investieren

Modernste Medikamente und hochentwickelte Medizintechnik ermöglichen heute das Überleben schwerst kranker Kinder und auch sehr kleiner Frühgeborener mit einem Geburtsgewicht von teilweise deutlich weniger als 500 g. Das ist auch das Ergebnis intensiver Forschung und langwieriger Entwicklung. Engagierte Firmen und Kapitalgeber haben an den Erfolg geglaubt und Geld investiert.

Geht es allerdings um die Entwicklung anderer wie zum Beispiel psychologischer oder pädagogischer Behandlungsansätze, fehlt häufig die Bereitschaft, in entsprechende Forschung und Erprobung zu investieren. Sie gelangen daher kaum in die Routineversorgung.

Die DEUTSCHE STIFTUNG KRANKE NEUGEBORENE unterstützt Projekte, die neue Interventionen in die klinische Routine einführen und evaluieren wollen, für die es keine industriellen Geldgeber gibt. Voraussetzung ist dabei eine Klärung, unter welchen Voraussetzungen eine Finanzierung künftig gesichert werden soll.

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Starke Eltern, starke Kinder

Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen für ihre Kinder. Dies gilt umso mehr, wenn aus den verschiedensten Gründen ein längerfristiger Krankenhausaufenthalt des gerade erst geborenen Kindes notwendig wird. Ein modernes, familienorientiertes Krankenhaus ermöglicht heutzutage die Begleitung des Kindes durch seine Eltern, die rund um die Uhr bei ihrem Kind sein können und in alle Entscheidungen einbezogen werden.

Weit darüber hinaus geht jedoch die Forderung, dass Eltern zu den Experten ihres zu früh geborenen, kranken oder auch von Behinderung bedrohten Neugeborenen werden müssen. Zur Umsetzung dieser Forderung sind bereits einige Konzepte verfügbar, andere müssen noch entwickelt werden. Am wichtigsten ist allerdings, sie in die klinische Routine einzuführen.

Die DEUTSCHE STIFTUNG KRANKE NEUGEBORENE unterstützt Projekte, die auf die Entwicklung und Erprobung solcher Konzepte und vor allem deren Implementierung in die klinische Praxis abzielen, in deren Mittelpunkt die Stärkung der elterlichen Kompetenzen steht.

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Von den Besten lernen

Die medizinische Behandlung kranker Neugeborener wird immer komplexer und erfordert Wissen und Erfahrung. In den vergangenen Jahren haben sich die Behandlungsergebnisse immer weiter verbessert, was insbesondere durch eine Spezialisierung einzelner Krankenhäuser oder ambulanter Einrichtungen auf bestimmt Krankheitsbilder möglich wurde.

Dieser hohe Spezialisierungsgrad braucht nun zwingend eine Intensivierung des kollegialen und über die einzelne Einrichtung hinausgehenden Expertisetransfers. Neue Formen und Strukturen für die – auch multimedial gestützte – Zusammenarbeit werden benötigt.

Die DEUTSCHE STIFTUNG KRANKE NEUGEBORENE unterstützt Projekte, die es Einrichtungen ermöglichen, ihre Erfahrungen auszutauschen und nachhaltig voneinander zu lernen.

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Gestalten erfordert eine Vorstellung von der Zukunft

Die Grundlagen der zukünftigen Gesellschaft, in der die heute Geborenen leben werden,  legen wir heute. Sie zu gestalten, ist Auftrag aller. Zu früh oder krank geborene oder auch von Behinderung bedrohte Kinder und deren Familien sind von dieser Verantwortung nicht ausgenommen. Im Gegenteil geben ihr Leben und ihre Lebensqualität darüber Auskunft, wie gut es allen gelingt, ihre Chancen zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu gestalten.

Dies erfordert einen Diskurs über die Rolle der Kindermedizin, die Beteiligung der Eltern und den durch den Patienten erteilten Auftrag seiner medizinischen und psychosozialen Begleitung, damit er die Grundlagen seiner künftigen Gesellschaft mitgestalten kann.

Die DEUTSCHE STIFTUNG KRANKE NEUGEBORENE unterstützt Projekte, die diesem Diskurs Raum geben und damit bereits heute die Grundlagen für die Zukunft legen.

HIER GEHT ES ZUM PROJEKT: Statusreport der DSKN